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Wieviel wiegt das Internet? Die Geschichte einer Meldung
Contributed by Anonymous on Montag, 18. Februar 2008 @ 16:56:48 MEZ
Topic: Medien
Heute stieß ich zufällig auf eine Meldung von Onlinekosten.de: Das Internet wiege weniger als ein Sandkorn - das habe PM errechnet. Da mir als Physiker der von Onlinekosten.de angegebene Rechenweg spanisch vorkam, habe ich ein bisschen gegoogelt - und siehe da, PM hat sich hier einer Nachricht aus dem US-Magazin

Discover bedient, die aus dem Mai 2007 stammt. Die Rechnung geht so allerdings nicht auf - die Discover-Redakteure, bei denen PM nun abgeschriebensich inspirieren lassen hat, haben nur "stehende" (gespeicherte) Bits mitberechnet. Der Blogger Russell Seitz hatte dem eine andere Rechnung entgegengesetzt - mit einem Ergebnis, das mehrere Größenordnungen darüber lag. Der britische Guardian hat immerhin beide Rechenweisen registriert und, mit Quellennennung, darauf hingewiesen - und zwar im Juni vergangenen Jahres. Ich bin ja gespannt, wo die "PM"-Meldung nun noch überall aufschlägt. Hier war sie schon:
Onlinekosten.de
Bild.de
Tariftip.de

 
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Re: Wieviel wiegt das Internet? Die Geschichte einer Meldung
von sysop1 am Montag, 18. Februar 2008 @ 16:58:45 MEZ
Schön, die Internet World Business bezeichnet das sogar als "Studie"


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Re: Wieviel wiegt das Internet? Die Geschichte einer Meldung
von sysop1 am Dienstag, 19. Februar 2008 @ 13:02:21 MEZ
Habe auf Anfrage noch einen erhellenden Kommentar von PM bekommen:

"Dem Artikel - Wie viel wiegt das Internet? -
lagen Daten aus dem im Bericht erwähnten Buch "Internet Growth 2006" von Clifford Holliday zugrunde. Die dort genannten Werte wurden u.a. von Discover veröffentlicht. Die Originaldaten aber stammen von Clifford Holliday. Dass der von Ihnen erwähnte Russel Seitz auf andere Werte kommt, liegt daran, dass er nicht das Gewicht der benötigten Elektronen berechnet hat, sondern schreibt: " I'm taking about the power that drives the bytes (electrons) in motion"
Bei unserer Frage/Antwort aber ging es ausschließlich um das Gewicht der Elektronen. Russel Seitz´ Rechnung ist im übrigen nicht ganz richtig, denn bei seinem Ansatz müsste er konsequenterweise auch noch das ³Energiegewicht² der Energie berücksichtigen. ( E = m x c^ 2 bzw. m = E / c^ 2.)
Insofern sind beide Werte richtig ­ abhängig von der Fragestellung.


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Re: Wieviel wiegt das Internet? Die Geschichte einer Meldung
von Obelix am Freitag, 22. Februar 2008 @ 10:04:08 MEZ
Die Server, auf denen die Internetdaten liegen, die Kabel, die sie verbinden und auch die Desktops, auf denen die Browser laufen, wiegen auch noch ein bißchen :-)

Ohne die reale Welt bliebe das Internet wirklich virtuell



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