Heftkritik: Computer Easy 01/02 Contributed by Anonymous on Freitag, 04. Januar 2002 @ 11:06:26 MEZ
Topic: Heftkritik
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Der Weihnachtsrummel ist schuld daran, dass Ausgabe 1/02 der Computer Easy (Erstverkauf am 21.12.01) so spät in des Kritikers Hände geriet. Doch verpassen sollte man diese letzte Ausgabe im Breit-Format schon aus nostalgischen Gründen nicht. Leicht zweideutig ist das Editorial geraten, in dem Easy-Chef Thomas Pyczak über „eine bessere (PC-)Welt“ schreibt, die „gerade mal wieder heraufbeschworen wird“.
Nein, das IDG-Konkurrenzblatt, jetzt ganz neu und mit neuem Chefredakteur, meint er damit nicht... Der Aktuellteil ist gut gelungen; lediglich bei einer Meldung wünschte sich der Kritiker zumindest einen kleinen Kommentar: Computer Easy erzählt nämlich, dass BMG sich „bereit erklärt“ habe, bestimmte kopiergeschützte CDs umzutauschen, weil diese sich auf manchen Playern nicht abspielen ließe. Da dieser Mangel gesetzlich sowieso zur Reklamation beim Händler berechtigt, ist „Bereitschaft“ seitens BMG eigentlich überflüssig. In der Meldung zum „Magic Lantern“-Trojaner des FBI wird dieser wiederholt (falsch) als „Virus“ bezeichnet.
Titelthema sind mal wieder ein Dauerbrenner: Tipps & Tricks – und zwar für MS-Office. Etwas unübersichtlich (auch bei anderen T&T-Artikeln): Die zu den Tipps gehörenden Bilder wurden in die Randspalte verdammt. Fragwürdig ist die Einteilung in Einsteiger-, Fortgeschrittenen- und Profi-Niveau geraten: Nur Profis sollen z.B. Word-Dokumente im HTML-Format speichern – obwohl Profis wohl genau das nicht tun, sondern lieber mit einem echten HTML-Editor arbeiten.
Ein Doppelseiter erklärt, was der Anwender mit Software anstellen darf (verkaufen, kopieren ...). Schlecht lesbar: die rote Vorzeile auf dunklem Hintergrund. Ansonsten finden sich wieder jede Menge Workshops, einige Soft- und Hardwaretests. Die „Kaufberatung“ befasst sich a) mit PC-Vernetzungund b) mit DVD-Brennern. Interessant: Die Beschreibung des Innenlebens eines Scanners. Der Leser erfährt, welche Vor- und Nachteile CCD- und CIS-Scanner besitzen – welcher handelsübliche Scanner aber welchem Lager angehört, bleibt leider ungenannt.
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