Heftkritik: Computerbild 05/02 Contributed by Anonymous on Dienstag, 26. Februar 2002 @ 11:58:21 MEZ
Topic: Heftkritik
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Die Ausgabe 5 der Computerbild hat Handy-Tarife zum Titelthema erhoben. Je nach Telefonier-Typ bekommt der Leser zahlreiche Vorschläge für den günstigsten Tarif (vom mit erworbenen Handy abhängig). Erläutert werden auch die „beliebtesten“ Tücken in Handy-Verträgen.
Der Aktuellteil hat Standard-Format. Unfreiwillig witzig ist die Meldung zur Trust-Spycam geraten, die „wie ein Handy“ aussieht (wozu man sich das Objektiv allerdings wegdenken muss). Wirklich schön die Bildunterschrift: Die Kamera, ist dort zu lesen, könne man sich „zur Tarnung auch schnell ans Ohr halten“ – das werden aber unappetitliche Bilder... Nicht ganz korrekt der Hypertext zu L2-Cache: 512 MB sind zurzeit nicht das Maximum, das liegt bei 2 MB (Pentium III Xeon). Ungenau: Die Erklärung zu „Firewall“ – für den Schutz vor Viren sind Firewalls entgegen der Behauptung von CB nicht gedacht. Ach ja: beim Hypertext Nr. 18 ist eine Zeile aus dem Layout gerutscht (dito: in der Meldungsspalte auf Seite 9, und noch einmal bei der Überschrift zur Meldung „Scharfes Fernsehvergnü-“ auf Seite 12). Schön: Die Software-Abteilung hat aufgeholt - in der Software-Hitliste sind nur noch zwei Programme ungetestet. Gewagt: den Achterbahn-Designer als „Autorennspiel“ zu bezeichnen...
Im Report „Gameboy-Programme spielen“ irrt die Redaktion, wenn sie (über Spiele zu Heimcomputern der 80er) schreibt, diese seien „oft kostenlos, denn die ... Unternehmen haben meist Freigaben zur Nutzung erteilt“. So sehr das für den Anwender zu begrüßen wäre, sind wirklich freigegebene Spiele etwa für C64 oder Spectrum leider die absolute Ausnahme.
Ein sechsseitiger Report befasst sich mit „Spuren im Datennetz“. Und das angenehm sachlich – dass die Einwahlrouter zur Abrechnung die Telefonnummer des Nutzers erfassen, ist ja nicht prinzipiell zu beanstanden. Der Leser erfährt, was über ihn gespeichert werden darf, und er erhält Tipps, wie er unnötige Spuren vermeiden kann.
Im Hardware-Test: Notebooks, allerdings nur vier Vertreter dieser Art, die zudem alle mit Desktop-Prozessoren ausgerüstet waren. Mit identischer Punktzahl Testsieger: Die Notebooks von Aldi und Lidl (Endnote mit allen Nachkommastellen: Aldi Note 2,375, Lidl Note 2,3694 – gerundet wurde allerdings schon bei der Zwischennote, wodurch aus der Aldi-Note 2,625 eine 2,62 wurde). Dass das Lidl-Gerät über doppelt so viel RAM verfügt wie die Aldi-Konkurrenz, half ihm nicht; ob 512 MB, 384 MB oder 256 MB, es gab immer die Teilnote 1,00.
Im Internet-Teil fällt das Test-Telegramm auf, das „aufwendige Messungen“ verspricht. Gemessen wird bei den Website-Tests allerdings nicht wirklich. Mutig: Im Teil „Programmierung“ will die Redaktion ihren Lesern anhand von MS-Visual C++ 6.0 die Programmiersprache C++ beibringen. Einige Seiten später widmet sich ein Netzwerk-Grundlagen-Artikel dem Computerbild-Leser, der einen DHCP-Server unter Linux einzurichten will, und verrät Sinn und Zweck des DHCP-Protokolls.
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