Heftkritik: com!online 05/02 Contributed by Anonymous on Mittwoch, 01. Mai 2002 @ 12:06:54 MESZ
Topic: Heftkritik
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Noch trägt com! online den Schriftzug „Internet-Magazin“ auf dem Titel. Dabei war doch das offensichtliche Ziel des mit Ausgabe 05/02 vollzogenen Relaunches, weg vom momentan nur Enbußen versprechenden Netz zu kommen. So ist das Editorial mit „Infos, Test und Technik“ überschrieben, und zwei CDs sollen für zusätzliche Käufer sorgen.
An sich sind die Voraussetzungen nicht schlecht: Mit 2,80 Euro ist com! online nicht teuer, das Format ist handlich und der Umfang zufrieden stellend. Wohl eher aus Tradition denn aus inhaltlichen Gründen tragen die einzelnen Rubriken nach wie vor „Internet“-Titel. Doch unter „Internet Praxis“ finden sich Hard- und Softwaretests, „Netlife“ stellt Spiele und DVDs vor, „E-Money“ kümmert sich um Investment-Fonds und den Finanzmarkt. Ob es allerdings Erfolg versprechend ist, sich beim Layout so deutlich an Tomorrow zu orientieren... So startet der News-Teil etwa mit einem halbseitigen Bild der „No Angels“ (unter Bezug auf T-Onlines Breitband-Portal). Die News selbst sind schön bunt gemischt, jedoch nicht immer wirklich neu Die Tests sind nicht übermäßig kritisch (was sind übrigens „24fache Rohlinge“?) – sie sind das, was bei magerem Budget immer so euphemistisch als „Praxistest“ (sprich: ohne Laborwerte) bezeichnet wird. Bei den CD-Brennern spielten z.B. Audioeigenschaften keine Rolle, bei den ebenfalls getesteten Organizern findet sich in der Tabelle fast kein Detail, das über die Hersteller-Angaben hinausgeht. Außer der Größe und Farbvielfalt des Displays spielt z.B. der Kontrast eine wichtige Rolle, und ein wichtiges, hier aber nicht gemessenes Unterscheidungsmerkmal ist die Akkulaufzeit. Vor allem die Ausstattung trägt zum Gesamtergebnis bei (60% bei den Brennern, 65 % bei den PDAs), dabei wird aber nicht detailliert verraten, welcher Punkt denn nun wie bewertet wurde. Fehler: Der Philips-Brenner wird in der Tabelle als das „teuerste Gerät im Testfeld“ bezeichnet, obwohl die Konkurrenz von Plextor teurer ist. Das Endergebnis ist in den Tabellen (insbesondere beim PDA-Test) nicht auf den ersten Blick zu finden, weil es im oberen Drittel versteckt wurde. Hübsch: Den meisten Artikeln wurde ein Kasten mit einer seltsam bekannten Überschrift spendiert: „Was heißt eigentlich...?“
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