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Heftkritik: Computerbild 13/02 Contributed by Anonymous on Mittwoch, 19. Juni 2002 @ 16:33:23 MESZ
Topic: Heftkritik
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Die 13er-Ausgabe der CB will wieder einen Auflagensprung hinlegen - dank der mitgelieferten CD-ROM. Am Inhalt der Silberscheibe hat sich prinzipiell wenig geändert: Natürlich muss der Nutzer wieder bei jedem Start der CD unnötigerweise die "Lizenzbedingungen" akzeptieren.
Und ebenso natürlich verwendet Computerbild wieder eine ganz spezielle Definition des Begriffs "Vollversion" - üblicherweise rechnet man eh kostenlos erhältliche (aber durchaus "voll funktionsfähige") Freeware-Programme nicht zu dieser Kategorie. Ungünstig: Der Systemtest ist bei jedem einzelnen Programm erneut aufzurufen. Fast 15 Seiten widmet die aktuelle Ausgabe der CD - und viele weitere Workshops werden in den nächsten Heften folgen.
Ein interessantes Detail verrät CB-Chef Harald Kuppek im Editorial: Der Verlag überlegt offensichtlich, das Heft in Zukunft stets mit CD-ROM erscheinen zu lassen. Nach einem ersten Test "in begrenzten Gebieten" ist nun die Meinung der Leser gefragt - für die mögliche Teilauflage mit Silberscheibe kalkuliert Kuppek einen Einzelpreis von 2,10 oder 2,20 Euro.
Der Aktuellteil ist diesmal weitgehend "o.B." - es fällt ediglich auf, dass "lassen" allmählich zum Lieblingswort der Redaktion aufsteigt. Nette Neuerung auf der Internet-Seite: der "Reklame-Rüpel der Woche". Dass zum auf Seite 16 beschriebenen Xbox-Hack "der Student keine näheren Informationen veröffentlichen" wolle, ist allerdings falsch: Andrew Huang hat in einem auf dem MIT-Server veröffentlichten Dokument sein Vorgehen sogar en detail geschildert.
Eine schwere Aufgabe hat sich der Ratgeber-Kurs "BIOS verstndlich erklärt" gestellt - die möglichen und nötigen BIOS-Einstellungen sind nun mal von PC zu PC sehr verschieden. So sind die Anleitungen diesmal auch etwas vage gehalten - mit welcher Taste z. B. ein bestimmter Punkt aktiviert wird, muss der Leser eben selbst ausprobieren.
Rechenfehler beim Internet-Seitentest: Das Testergebnis für Documenta 11 muss 4,6 statt 4,15 lauten. Und: Die Abwertung für "keine Verschlüsselung erkennbar" hätte zumindest eine andere Formulierung verdient - denn es ist ja, das ist im Testtext auch korrekt zu lesen, tatsächlich keine Verschlüsselung vorhanden. So aber klingt die Formulierung, als sei nur der Redakteur unfähig gewesen...
Das kalte Grausen bei Startrek-Fanswrd vermutlich der Aufmacher zum "Das ist das Internet"-Artikel hervorrufen: Spock, Kirk und McCoy müssen sich darin doch tatsächlich Webseiten der ARD ansehen... Ansonsten ein sachlich detailgenau geschriebener Artikel. Bloß das Uralt-Foto mit den drei übereinanderstehenden Modems will nicht recht zur Bildunterschrift passen (S. 136)
Wie sinnvoll der C++-Kurs in CB ist, zeigt sehr schön die aktuelle Folge, in der eine "komfortable Adressverwaltung" entsteht. Nun ja - vor zehn Jahren wäre sie womöglich noch als "komfortabel" durchgegangen, aber heute? Ziemlich schwer verdaulich ist auch der "Subkultur"-Artikel, der beschreibt, wie man Subnetze einrichtet.
War so noch nicht überall zu lesen: Der ausführliche Test von Video-Codecs im UE-Teil.
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