Heftkritik: Computer Easy 19/02 Contributed by Anonymous on Dienstag, 03. September 2002 @ 11:06:37 MESZ
Topic: Heftkritik
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Mit Neppern, Schleppern und Bauernfängern befasst sich das Titelthema der VogelBurda-Einsteiger-Zeitschrift diesmal. "Vorsicht Falle" ist ein gut gelungener "Rundumschlag" als Einführung. Worauf der Verbraucher ein Recht hat (und worauf nicht) erzählt der Artikel ohne Juristendeutsch. Nur an einer Stelle wird die Meinung eines Industrievertreters zu unkritisch zitiert:
Eine Sicherungskopie könne untersagt werden, wenn die Software auf einem sicheren und störungsunempfindlichen Datenträger wie einer CD-ROM ausgeliefert werde. CDs sind, diese Erfahrung musste wohl jeder schon mal machen, eben leider nicht unzerstörbar und durchaus störungsempfindlich.
Ein paar Aussetzer finden sich leider im Aktuellteil: Wieso laut Bitkom wegen einer Gema-Abgabe von 6 Euro die CD-Brenner-Preise gleich um zehn Prozent steigen sollen (Brenner kosten im Mittel deutlich mehr als 60 Euro!) wird z.B. von der Redaktion nicht hinterfragt. Der Bitkom ist nicht der "Verband der Brennerhersteller und -importeure". Mit einem Biohandy soll man "etwas unbesorgter" telefonieren können - "unbesorgt" lässt sich aber ncht steigern. Wer Kinder Spiele spielen lasse, müsse "mit der Härte des Gesetzes rechnen", kommentiert Computer Easy die polizeiliche Schließung eines Internet-Cafés, in dem Kinder unter 16 Counter Strike spielten - die Vorschrift, die USK-Empfehlungen gesetzlich verankert, muss aber erst noch verabschiedet werden. Bisher sind USK-Empfehlungen das, was sie heißen, nur die BPjS kann Spiele auf den Index setzen und damit für alle unter 18 unzugänglich machen. Auch leicht missverständlich: Die Meldung zu den Online-Betrügern, die sich "mit Heimarbeit und Online-Auktionen" Millionen erschwindelt hätten.
Richtig ins Auge gehen könnte die "Aktion Easy-PC", die die Zeitschrift zusammen mit Vobis veranstaltet. Erstens, weil der Rechner nicht eben billig ist und teilweise veraltete Komponenten wie einen 24fach-Brenner und eine "nur" 40-GB-Festplatte enthält (und bei Tests in Konkurrenz-Magazinen dadurch garantiert schlecht abschneidet), zweitens, weil in der Beschreibung Angaben fehlen, deren Fehlen ein paar Seiten davor in den "Angeboten der Woche" ausdrücklich bemängelt wird. So erfährt der Leser weder etwas über den eingebauten Speicher (selbst die Speichermenge fehlt) noch über Mainboard, Grafik- und Soundkarte - und die Hersteller der Komponenten bleiben auch unbekannt.
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