Heftkritik: CHIP 11/02 Contributed by Anonymous on Mittwoch, 02. Oktober 2002 @ 18:14:29 MESZ
Topic: Heftkritik
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"Wir knacken alles", verspricht die CHIP-Redaktion ihren Lesern auf der November(?)-Titelseite. Mit einer leicht widersprüchlichen Unterzeile: "nichts ist wirklich sicher" vs. "wir zeigen, wie Sie sich trotzdem schützen".
Der Artikel, für den die Headline wirbt, zeigt Stellen, an denen sich PC-Besitzer nur scheinbar sicher fühlen. Allerdings sind mal die Probleme (etwa die prinzipielle Möglichkeit von Brute-Force-Attacken), mal die Lösungen eher virtueller Natur. Zur Absicherung verschlüsselter Festplatten empfiehlt die Redaktion zum Beispiel, das Schlüssel-Zertifikat auf eine Diskette zu exportieren. Mutig, mutig... womöglich sind die verschlüsselten Daten nun bald vor jedem Zugriff sicher.
Das zweite Titelthema "DSL war gestern" hätte besser "DSL ist heute - was kommt morgen" lauten müssen - und trotzdem wäre die Zeile am Inhalt des Artikels vorbeigegangen. Der befasst sich nicht mit neuen Breitbandtechniken, sondern mit dem (zugegeben auf einer Titelseite schwer erklärbaren) "semantic Web". Ob die Mehrheit der Leser den Chip-Artikel versteht?
Nützlich hingegen: Der ebenfalls auf Seite 1 angekündigte Artikel über das Suchen im Internet. Ebenfalls gut gelungen: Die Prozessor-Kaufberatung, die auch auf Gefahren wie fehlende Heat-Spreader eingeht. Auf dem Titel ist sie zwar erwähnt, allerdings ohne Seitennummer.
Der Aktuellteil kommt diesmal sehr "produktig" daher (umso schwerer ist zu verstehen, warum es zusätzlich "Hardware-News" geben muss). Nicht viel zu kritisieren, bis auf den nicht so recht nachvollziehbaren Artikel zu "Erfolg trotz Krise". Daneben: die Überschrift "Grafikkarten gehen auf 500 Megahertz". Die Photokina-Strecke ist topaktuell. Seltsam aber: Die komplette Strecke aus Videokamera-Test und passendem Workshop, im Heft selbst als "Titelthema" laufend, findet sich auf der Titelseite selbst erst auf den dritten Blick.
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