Heftkritik: PC-Praxis 11/02 Contributed by Anonymous on Mittwoch, 09. Oktober 2002 @ 14:31:42 MESZ
Topic: Heftkritik
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Die Ergebnisse von drei Monaten ungeschütztem Internetverkehr hat PC-Praxis zum Titelthema des aktuellen Hefts erhoben. "Schockierend" findet die Redaktion das Resultat (das allerdings bei bewusst herabgesetzter Sicherheit entstand - Default-Einstellungen wären wohl realistischer gewesen).
Der Versuch dient als Motivation für einen Test von Antiviren, Firewalls und 0190-Warnern. Beim AV-Test interessant: Obwohl keines der getesteten Programme "tagesaktuelle Viren", wie PC-Praxis sie nennt, erkannte, wurden sehr gute bis befriedigende Wertungen vergeben. Der Rundumschlag wurde mit Tipps ergänzt. Die komplette Strecke hat allerdings ein leichtes "Geschmäckle": Testsieger bei Antivirus und Firewall wurde Symantec, die Tipps kommen von - Symantec. Leserfragen werden durch Symantec beantwortet, darauf folgen die "wichtigsten Fragen der Symantec-Hotline" - und was wird im Gewinnspiel verlost? Sicherheitspakete von Symantec...
Der Aktuellteil erscheint ziemlich zerrissen. Mal gibts Meldungen, darauf folgt ein Special, dann ein "Advertorial", wieder Meldungen, ein großes Gewinnspiel, Meldungen - da kommt Unruhe auf.
Im Praxis-Forum fallen vor allem die teils zu kleinen Screenshots auf - ein Problem, das sich leicht mit dem richtigen Ausschnitt lösen ließe. Auch die Advertorials haben sich diesmal anscheinend wieder gut verkauft. Besonders "fies": Sie sind nicht mal schlecht geschrieben. Beim "Papier-Guide", der ein Angebot des Data-Becker-Verlags vorstellt, fehlt die Kennzeichnung als Werbung völlig.
Gut gelungen ist der Artikel über die "Innereien" der D-Box - endlich mal etwas, das nicht in jedem zweiten Heft zu lesen ist. Auf S. 90 wurde allerdings ein Foto vertauscht.
Warum ist das große Foto, der Aufmacher des Tests auf S. 110, eigentlich so unscharf? Die Hard- und Softwaretests haben wieder mit dem Problem zu kämpfen, dass sie vom Leser kaum nachvollziehbar sind. Vor allem wenn die Zeitschrift Produkte des eigenen Verlags testet, sollten doch zumindest objektive Daten geliefert werden.
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