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Heftkritik: Computerbild 14/03
Contributed by Anonymous on Mittwoch, 02. Juli 2003 @ 18:11:16 MESZ
Topic: Heftkritik
Ganz auf die Ferienzeit eingestellt ist der aktuelle Computerbild-Titel. "Reisen mit dem Notebook" gehört tatsächlich zu den gelungensten CB-Titelthemen der letzten zwölf Monate, weil die zur Sprache kommenden Themen gut ausgesucht wurden

(man liest sie zumindest nicht in jeder zweiten PC-Zeitschrift) und weil auch der Inhalt stimmig ist. Selbst die Abwertungen in der Testtabelle (zum Bespiel für ein Navigationsprogramm, das das Überfahren des Mittelstreifens empfiehlt) klingen diesmal nicht konstruiert. Beim Auslands-Email-Artikel stört die Beschränkung auf AOL und T-Online.
Im (ansonsten gut gelungenen) Aktuellteil fällt der Artikel zum Inspiron 5150 auf. Das Dell-Notebook soll mit dem "zurzeit schnellsten Mobilprozessor" von Intel, dem "Pentium 4 HT" arbeiten. Nun gibts Intels Mobilprozessoren Pentium 4 M momentan nur mit maximal 2,60 GHz. Nicht zielführend ist die Erklärung von "dpi" - die Zahl gebe an, "wie viele Punkte ein Drucker zu Papier bringen kann". Es ist doch zu hoffen, dass es ein paar mehr als 600 oder 1200 sind. Die Meldung zum Xbox-Nachfolger hat sich inzwischen (evtl. nach Red.-Schluss) als Ente herausgestellt.
Beim Webcam-Test lässt sich mal wieder über Sinn oder Unsinn von Auf- und Abwertungen diskutieren. Denn hier schaffte es eine Kamera dank Aufwertung vom vorletzten auf den zweiten Platz, weil sie sich auch als Digicam verwenden lässt. Eine Prognose, wie die Kamera bei einem CB-Digitalkameratest abgeschnitten hätte, wage ich nicht.
Der HTML-Kurs mag ja nützliche Tipps geben - aber mit derart hässlichen Beispielen schreckt man doch die Leser eher ab. Grüne Schrift auf braungemustertem Untergrund...
Ach ja: im Editorial übernimmt Chefredakteur Kuppek die löbliche Aufgabe, von der Software-Begriffswelt verwirrte Leser aufzuklären und bringt ihnen bei, was die Redaktion unter "Vollversion" versteht. Denn auf "Verkaufstricks" wolle man ja verzichten. Dass nunmehr drei Viertel aller Leser die Ausgabe mit CD kaufen, hat zumindest der Auflage bisher nicht viel gebracht: Lediglich Heft 7, die Erstausgabe mit CD, kam auf 1,15 Millionen (das ist immer noch ein kleines Minus zum Vorjahr), die folgenden Ausgaben lagen 1 bis 7 Prozent unter Vorjahr. Ob der Leserwechsel auf die CD-Ausgabe kaufmännisch etwas bringt, müssen andere beurteilen, bei einer Preisdifferenz von 60 Cent wär's möglich. Spannend ist ein Vergleich der beiden bisher aktuellsten verfügbaren Zahlen von CB und CB-Spiele: 801.000 für CB, 733.000 für CB-S. Könnte daran liegen, dass die Spieletochter tatsächlich Spiele-Voll(preis)versionen auf die CD packt.

 
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