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Heftkritik: HomeVision 11/03
Contributed by Anonymous on Freitag, 10. Oktober 2003 @ 17:00:00 MESZ
Topic: Heftkritik
Jetzt liegt es am Kiosk, das Heimelektronik-Heft der Weka-Leute. Noch vorsichtig als "Das große PCgo-CD-Sonderheft" betitelt, obwohl es doch gar keine CD enthält. Und was soll man sagen - das IDG-Heft ist besser gelungen. Das liegt vermutlich daran, dass es im Unterschied zur IDG-Produktion vorwiegend von Weka-Redakteuren (also nebenbei) produziert wurde - was kein Vorwurf an die Heftmacher ist. Thematisch sind HomeVision und DigitalWorld aber nicht identisch: HomeVision kümmert sich nur um den Heimkinobereich, Bild und Ton, egal ob analog oder digital.

Doch der Reihe nach: Der Titel kommt recht seriös daher, mit wenig Sex-Appeal. Über dem Editorial hängt verloren ein schwarzer "Forward"-Button. Das Editorial ist ein bisschen linkisch geschrieben - obwohl es doch oft den ersten Leser-Eindruck bildet. Und dann kommt sie wieder, die Glosse, die der Kritiker schon beim PC-Magazin nicht verstanden hat. Im Aktuellteil wimmelts von Fachtermini und technischen Daten (wobei "Aktuell" für ein Anfang Oktober erschienenes Heft eigentlich nicht passt). Das Interview auf Seite 19 ist, äh, dröge - "Sehr geehrter Herr Sponner", beginnt es, und der Interviewpartner ist der berühmte Herr Sponner, "Marketingleiter UE Samsung". Und wenn in einem Artikel von Redakteur X dann noch die Expertemeinung von Redakteur X eingekästelt wird, dann macht das zwangsläufig einen unprofessionellen Eindruck. Überhaupt scheint HomeVision vor allem gemacht, um ein Video-2000-Trauma abzuarbeiten. Textlich hätte das Heft noch ein paar Stunden Nacharbeit vertragen können - vor allem an der Kommasetzung hapert es. Und ob HomeVision-Leser wirklich Sätze lesen wollen wie "Die Mitten verbinden beide Frequenzbereiche gut, könnten aber mit einer etwas größeren Offenheit noch überzeugender wirken" oder "Tonal ist der Hochtonbereich angenehm, es entsteht aber kein richtig offenes und brillantes Bild"? Dass der Autor "Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technische Akustik der RWTH Aachen" muss doch dem Leser nicht durch möglichst unverständliche Phrasen bewiesen werden, die in Highend-Magazine gehören.

 
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Re: Heftkritik: HomeVision 11/03
von Anonymous am Sonntag, 12. Oktober 2003 @ 20:47:08 MESZ
"Und was soll man sagen - das IDG-Heft ist besser gelungen. (...)
Thematisch sind HomeVision und DigitalWorld aber nicht identisch: HomeVision kümmert sich vor nur um den Heimkinobereich, Bild und Ton, egal ob analog oder digital."

Zwei nicht identische Hefte und doch ist eines besser gelungen. Daraus lassen sich interessante Aussagen über die Qualität der Kritik extrahieren. Wie kann jemand zwei unterschiedliche Sachen vergleichen und eines als besser bezeichnen?


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