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Heftkritik: HomeVision 1/04
Posted on Dienstag, 02. Dezember 2003 @ 20:17:31 MEZ
Topic: Heftkritik
Auch Weka hat dieser Tage die zweite Ausgabe eines Heimelektronik-Magazins an die Kioske gebracht. Leider ist dem Heft anzumerken, dass der Redaktion wohl noch weniger Zeit zur Verfügung stand als bei der Erstausgabe. Denn vor allem die Endkontrolle hat diesmal gelitten, wie sich an zahlreichen Rechtschreibfehlern ablesen lässt.


Wobei "zahlreich" noch nicht ganz an das "GuterRat"-Sonderheft herankommt... Vor allem Komma- und "ß"-Probleme plagen demnach die Redaktion: "heisst" heißt es zum Beispiel im Editorial, mehrmals "...schluß" im Inhaltsverzeichnis und "Selbstbewußtsein" in der Glosse. Im Newsteil setzt sich der Trend zum Zweitfehler fort, unter anderem mit "widerbeschreibbar", "nach belieben", "jedes angebot", "Mach Enhancher", "damit nicht anbrennt", "Maiskörne", "Präsitionsriemen" (oder kenne ich bloß dieses Fachwort nicht?) oder "gibt es ... zum Abruf bereit". Die Kommafehler aufzuführen - dafür fehlt hier der Platz. Auch manch sprachlicher Leckerbissen ist zu bewundern, wie etwa die Meldung zum Thorens-Plattenspieler, die insgesamt ein Highlight ist, aber in dem Satz gipfelt "Die technischen Werte sind laut Thorens so gut, dass sie sich an der Grenze des messbaren befinden." Auch schön ist diese Einleitung, die vor allem wegen der überraschenden Wendung besticht: "Auf der Systems gab es wenig Neuigkeiten. Anders war es bei Anders+Kern." "Zu Ostern gab es wenig Schnee. Anders war es in Südschweden." Die News-Abteilung kommt hier deshalb so ausführlich zur Sprache, weil auch in vielen anderen Artikeln Konstrukte zu entdecken sind wie "Hier findet kein Verlust statt". Was eigentlich schade ist - ähnlich wie bei "Guter Rat Computer" ist das Weka-Heft gar nicht so schlecht, wie es sich liest. Die Beamer-Tests etwa haben zwar unmögliche Vorspänne, aber wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt durchaus kritische und fundierte Texte zu lesen. Bei den Einzeltests fällt allerdings auf, dass nur hohe Wertungen vergeben wurden - das kann natürlich Zufall sein. Nützlich: der "Verkabelungs"-Workshop. Rein subjektiv bietet HomeVision übrigens mehr solcher Anleitungen als DigitalWorld - das kann allerdings auch daran liegen, dass die Workshops beim IDG-Magazin über das ganze Heft verteilt sind.

 
Verwandte Links
· Mehr zu dem Thema Heftkritik
· IDG
· Weka-Verlag


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Heftkritik: AVDC 06/05


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Re: Heftkritik: HomeVision 1/04
von Anonymous am Samstag, 06. Dezember 2003 @ 12:53:42 MEZ
Das mit den Vorspännen ist ähnlich wie die Läger, oder die Wägen oder der Bäcker buck das Brot. Die Krone von all diesem trägt jedoch immer noch die Tatsache, das es in der deutsche Sprache noch nie ein 's gegeben hat, weder possessiv noch im Plural noch im Genitiv. Aber das macht ja alles nix angesichts der Unsitte, die soagr bis zur FAZ vordringt, nämlich das populistisch entstandene Gerundium bzw. die selbst erfunden Verlaufsform: am gewinnen, am entstehen oder am drannsten sein....

;-)

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