| Sponsored by... |  |
|
 | |
Heftkritik: PCgo 01/04 Posted on Freitag, 19. Dezember 2003 @ 17:14:12 MEZ Topic: Heftkritik
|
Dick ist sie geworden, die aktuelle PCgo, und selbst, wenn man alle Werbebeilagen entfernt, sprengt sie ihre Klammerheftung beinahe. Titelthementechnisch spielt die Januar-Ausgabe wieder einmal in der Crime-Liga rund um illegale XP-Tricks und geheime Raubkopierclans - oder umgekehrt.
Ein Report, vor allem von anonymen "Daten-Dealern" und ungenannten Polizisten erzählt, widmet sich mystischen "DarkNets", in die "Insider längst abgetaucht" sind, als handele es sich um Vorabversionen der "Matrix". Dass der Text auch sprachlich in die Illegalität abrutscht (Beispiel: "selbst ... Suchroboter von Google, ... finden jemals diese geheimen Inhalte" - gemeint ist eher "niemals") passt eigentlich ganz gut.
Besser ist da das andere große Titelthema gelungen - die Windows-XP-Tipps. Unverständlich ist allerdings, warum die Redaktion dermaßen auf den Putz hauen muss, dass alles schon wieder unseriös wirkt. "Bisher unveröffentlichte Powerfunktionen" werden da versprochen, "geheime Befehle", offensichtlich direkt aus Qs Werkstatt. Dabei sind die Tipps tatsächlich gar nicht verkehrt - nur die Art der Verkaufe stört, weil ständige Wiederholungen von "unglaublich", "Vorsicht", "geheim", "versteckt" und so weiter am Ende bloß noch ermüden.
Weil die Leserumfrage noch vor dem Aktuelteil beginnt, merkt man bei dieser Ausgabe gar nicht so recht, wo denn nun "das Heft" anfängt. Ziemlich blöd sieht Seite 13 aus: PCgo bringt zwar nur auf linken Seiten einen Seitenkopf, aber ausgerechnet hier steht links eine Anzeige. Der Aktuellteil ist okay - seltsam nur, dass PCgo nicht weiß, wie das Haus ist, in dem die eigene Geburtstagsfeier stattfand. Dreckfuhler (etwa "Berlely") sind diesmal erfreulicherweise eher selten zu finden. Manche Überschriften sind unverständlich: "Erster Dropshop in München eröffnet" zum Beispiel. Und: manche Texte sind recht sperrig geschrieben - die Qualität wechselt von Ressort zu Ressort ziemlich. Die Beschreibung der AOL-8-Software auf CD ist (bis auf den "Tarife"-Kasten) nicht als Werbung gekennzeichnet. Passend zur Weihnachstszeit, aber etwas zu kurz geraten: Der Workshop über das Einrichten eines neuen PCs. Der anonyme PC-Kauftest ist in der Branche nicht unbedingt eine Innovation - bei PCgo aber durchaus mal eine Abwechslung. Dann der übliche Google-Müll-Artikel - schade, die gut gelungene "Google glasklar"-Seite wäre womöglich ein dankbareres und nützlicheres Thema gewesen. Nett: im Praxis-Teil druckt PCgo tatsächlich eine 33 Zeilen (!) lange Formel ab. Die ist "zugegebenermaßen sehr kompliziert" und deshalb auch im PCgo-Web abrufbar.
|
|
| |
|
| "User-Login" | Anmelden/Neuanmeldung | 4 Kommentare |
|
| | Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich. |
|
|
Re: Heftkritik: PCgo 01/04 von Anonymous am Samstag, 20. Dezember 2003 @ 03:34:03 MEZ | Will irgendwer noch wissen, welcher Ramschladen noch billiger ist?
Mit Ramschladen ist in diesem Kommentar keinesfalls die PCgo speziell gemeint. Sondern alle Kritiken, welche die Ausgabe eines beliebigen Magazins zum Thema haben, das sich allein durch Zielgruppe der Kritik eines Fachpublikums entzieht. Oder findet hier etwa Onanie statt?
|
[ Zum Antworten bitte zuerst ein Pseudonym anmelden ]
|