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Heftkritik: IT journalist Posted on Montag, 21. März 2005 @ 17:01:49 MEZ Topic: Heftkritik
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Unermüdlich liefert der Verlag Oberauer ("Medium Magazin") Spezial-Publikationen für alle möglichen journalistischen Branchen - den "Agrarjournalist" gab es ebenso schon wie den "Autojournalist". Nun war die IT dran: Zur CeBIT wurde mit dem "Wirtschaftsjournalist" der "IT journalist plus Hightechjournalist" ausgeliefert.
Dass die Zielgruppe nicht so ganz stimmt - geschenkt.
Schade ist aber: der kritische Umgang mit der Branche fehlt diesem Heftchen großteils. Sogar eine Unart hat IT journalist übernommen: das "Advertorial", mit dem Vodafone für mobile Datenübertragung werben darf. Immerhin: der Fachpresse wird mit der These eingeheizt, ihr liefen seit fünf Jahren Themen und Leser weg. Die These ist zumindest diskussionswürdig und kaum mit Zahlen zu belegen. Leider wird der Autor des betreffenden Artikels teilweise unsachlich, wenn er von "bytesoffenen Journalisten" u.ä. spricht - einige nachdenkenswerte Argumente liefert er nämlich durchaus. Bekanntere Autoren der Fachpresse kommen denn auch nicht zu Wort. Stephan Fink (Fink&Fuchs) darf zu "PR für Hightech-Themen" schreiben (bei Anreißern wie "Issues managen" kräuseln sich schon die Zehennägel), ausgerechnet Peter Becker schreibt darüber, wie toll die CeBIT-Previews ("neutrale Plattform") seines hpc sind. Der Artikel zu IT-Journalistinnen enthält einige Fehler (Modemhersteller "Develo", "Christine Schultzki-Haddouti").
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Re: Heftkritik: IT journalist von Anonymous am Dienstag, 22. März 2005 @ 11:50:13 MEZ | Es heisst auf
http://www.oberauer.com
“In Zusammenarbeit mit dem
High-Tech-Presseclub (Hamburg/München) erreicht dieser Titel in einer Auflage von 10.000 Exemplaren die Fachjournalisten
der Branche, die Wirtschaftsjournalisten und wichtige Entscheider. "
Wer hat ein Gratis-Exemplar bekommen oder sind Editorix-Besucher Loser? |
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Re: Heftkritik: IT journalist von Anonymous am Dienstag, 22. März 2005 @ 12:27:44 MEZ | Ich finde es 'toll', dass wenig erfolgreiche Geschäftsmodelle gleich mehrfach kopiert werden, um in den folgenden Jahren ein tolles Abschreibungsmodell für große Verlage zu werden. Denn es dürfte aus steuerlichen Gründen für einige wieder spannend sein, marode 12-Mann-Verlage mit 8 Zeitungen aufzukaufen, um Verlustvorträge und ähnliches einzuheimsen und so ganz nebenbei schicke Kooperationen hinzuzugewinnen, die man dann ja wieder auf große Gleise setzen kann, indem man so genannte horizontale Anzeigenrabatte den Großkunden auf die Nase schmiert.
Und mit einer LLC plus GmbH& Co KG kann ja auch ganz toll § 613 BGB umgehen, n' est pas!
Ein Anzeige in 28 Publikationen für einen rasenden Preis von 12.400 Euronen je 1/2 Seite...
Oberauer...?
Welcher Journalist liest denn die Jubelarien der Praktikanten der Herren Verbandsgeschäftsführer und Netzwerkvorsitzenden? Ob nun Advertorial drüber steht oder nicht? Wer liest überhaupt noch deutschsprachige Zeitungen. Ich erinnere nur an die schemenhaften Silhouetten, die vom SPIEGEL oder der c't übrig geblieben sind. Die sind doch zum ROLEX-Ersatz designierter pickeliger Millieuaufsteiger im ersten Semester verkommen. Aber ob es überhaupt noch eine Zukunft für simuliertes Expertentum gibt?
Fragt sich Bela Lugosi... |
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"bytesoffenen Journalisten" von Anonymous am Dienstag, 29. März 2005 @ 20:27:10 MESZ | | In welchem Zusammenhang steht denn das mit den ""bytesoffenen Journalisten"? |
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