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Presserat fordert klare Kennzeichnung von Werbung Posted on Freitag, 10. Juni 2005 @ 13:53:31 MESZ Topic: Medien
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Anlässlich der aktuellen Sitzung des Beschwerdeausschusses am 6. und 7. Juni appelliert der Presserat erneut an die deutschen Printmedien, Werbung und redaktionelle Inhalte strikt zu trennen. Behandelt wurde unter anderem eine Beschwerde gegen den Verlag B. Kämmer, der unter anderem "Foto Digital", "Digital Video" und "PC Security" herausgibt.
In einem Schreiben an eine PR-Agentur, so berichtet die Pressemitteilung des Rats, "hatte der Verlag sich erkundigt, ob ein Kunde der Agentur für einen geplanten Produktauftritt die 'Einleitung einer Werbekampagne 'Print'' beabsichtige. Dafür stünden dann die Verlagsmagazine zur
Verfügung. Dazu könne man auch, so der Verlag weiter, 'einer professionellen und wirkungsvollen Berichterstattung den Weg
bereiten'. Dieses Angebot wertete der Ausschuss als Kopplung von redaktioneller Berichterstattung an einen Anzeigenauftrag. Dies widerspricht Ziffer 7 des Pressekodex." Ebenfalls kritisiert wurde eine als "Verlagssonderthema" gekennzeichnete
Veröffentlichung einer Tageszeitung. Dass, wie die Zeitung argumentierte, "der Inhalt der
Seite aufgrund von Gestaltungsmerkmalen wie Layout und Schrift als bezahlte Veröffentlichung zu erkennen" sei, genügte dem Beschwerdeausschuss nicht - dem Begriff
"Verlagssonderthema" mangele es in diesem Zusammenhang an der erforderlichen Eindeutigkeit.
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Re: Presserat fordert klare Kennzeichnung von Werbung von Anonymous am Sonntag, 12. Juni 2005 @ 18:39:59 MESZ | | Aua. Dann würde doch sofort das gesamte Geschäftsmodell vieler Zeitschriften in Scherben liegen... Will der Presserat etwa die Computerpresse eliminieren? |
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Re: Presserat fordert klare Kennzeichnung von Werbung von Anonymous am Montag, 13. Juni 2005 @ 13:33:08 MESZ | Ich erinnere nur an die Beilagen in der FTD namens vis-a-vis "Platzhalter", die mit einem "Druckkostenzuschuß" je Seite von 3000 Euro allerlei Inhalte ohne redaktionelle Bearbeitung ins Heft hieven, dass in 130.000er Auflage der Mutterzeitschrift beiligt. Oder die Heftchen aus dem Handelsblatt-Verlag, die in Kleinverlagen in Kleinstauflage von Zeit zu Zeit auch bei der Mutter erscheinen und weitgehend als Kaminanzünder nützliche Anwendung finden und wo gegen ein kleine Insertion allerlei Schlimmtexte untergebracht werden. Im IT-Bereich fallen mir dann noch die Medienhaus-Verlag und IDG-Heftchen ein, die nur noch verteilt werden und aus irgendwelchen Gründen immer noch im Presse Grosso landen, obwohl sie immerm wochenlang im Regal rumschimmeln. Aber bei den Anzeigenpreisen scheint das rentabel...
Kurz gesagt: Bitte liebe Realität fege über diese Pusteln hinweg wie einstmals über Geschäftsmodelle namens Marktplätze a la CommerceOne, Lexika von Buchclubs und natürlich die mehrwertigen Ratgebermagazine oder Produktkommentardistributoren allerlei Couleur...
Lieber Gott, mach dass die Kioske etwas Sinnvolles zur Freizeitgestaltung beitragen wie Bierverkauf, below-the-counter schore etc. pp |
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