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Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
Posted on Donnerstag, 01. September 2005 @ 09:00:50 MESZ
Topic: Medien
Im Link-Streit zwischen der Musikindustrie und dem Heise-Verlag will der c't-Herausgeber nun Verfassungsbeschwerde einlegen. Das Verlinken von Informationsquellen sei "keineswegs nur ein zusätzlicher Service, sondern unerlässlicher Bestandteil von Online-Journalismus."

Zuvor hatte das OLG München dem Verlag zwar erlaubt, über eine DVD-Kopiersoftware zu berichten, das Setzen eines Links auf die Homepage des Herstellers aber untersagt.

 
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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Donnerstag, 01. September 2005 @ 09:43:34 MESZ
Respekt. Ich drücke Heise die Daumen!
Da fänd ich mal ein Statement des neuen
editorix-Rechtsreferenten interessant.


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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Donnerstag, 01. September 2005 @ 20:19:42 MESZ
Wenn der Link nicht anklickbar wäre und die Adresse nur zitiert wird, dann hat niemand ein Problem damit.


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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Donnerstag, 01. September 2005 @ 23:58:19 MESZ
Die Erwähnung ist Text ist vielleicht der Presse erlaubt. Was ist mit den Millionen privater Homepage-Besitzer? Die können doch weiterhin abgemahnt werden. Oder haben die automatisch Pressestatus? Wie definiert sich der eigentlich?

Im übrigen glaube ich nicht, dass ein Klein-Unternehmer wie Heise gegen die Gewaltmonopole der Industrie-Lobbies etwas unternehmen kann. Die haben sich ihre Gesetzte gekauft und werden es weiterhin so machen. Dass wird wohl noch dramatisch schlimmer werden mit der neuen Regierung.


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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Freitag, 02. September 2005 @ 01:12:35 MESZ
Heise wird diesen Streit wahrscheinlich verlieren, weil es hier nicht um Vernunft oder "Recht" geht, sondern ausschließlich um kommerzielle Interesse einer Industrie, die es geschafft hat, ein UrHG zu erwirken, das weder seinen Namen verdient (es geht nicht um Urheber sondern um Verwerter) noch Urheber in einer Weise schützt, die praktisch durchzusetzen wäre. Das sieht man gerade bei den Zeitschriften besonders gut.

Der Staat hat sich zum Trottel machen lassen und sich vor einen Karren spannen lassen, der ausschließlich die Profite einer Industrie sichert, nichts weiter. Niemand redet von Urhebern und deren Schutz, schon lange nicht mehr.

Das hat das OLG bestätigt. Und das wird auch die letzte Instanz bestätigen, sonst müsste ja dieses in weiten Teilen unfaire UrHG als solches erkannt (und dann zwangsläufig geändert) werden. Das wird nicht passieren.

Es geht nicht um Vernunft, sonst würde man sagen: Nimm doch Google, da findest du alles. Allein das zeigt doch schon, wie weltfremd hier seiten des Staates mal wieder vorgegangen wird.

Also: Es bleibt alles wie es ist, und zwar so lange, bis es schlimmer wird.


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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Freitag, 09. September 2005 @ 22:47:57 MESZ
Was ist schon Pressefreiheit gegen die finanziellen Interessen Hollywoods? :(

Ja, man sollte was machen.
Nein, am Ende freuen sich alle anderen lieber darüber, daß Heise auf den Arsch fällt, als mitzumachen. Obwohl *sie* die ganze Zeit die "geheimen verbotenen Tricks" veröffentlicht hatten.

Hat etwa ComputerBLÖD dem armen Schüler geholfen, der 5000 Euro zahlen mußte, weil er historische Exemplare bei Ebay verkaufen wollte? Haben sie auch nur drüber geschrieben? Nö. Das darf Heise allein auslöffeln.


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Re: Link-Streit: Heise will Verfassungsbeschwere einlegen
von Anonymous am Samstag, 10. September 2005 @ 04:54:24 MESZ
hehe hunderttausende an euros verbrannt, nur um noch mal zu bestätigen, was das für korrupte schweine sind


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