Darin findet sich zwar beileibe nicht jedes Kino-Highlight, aber das Angebot hat für jeden Geschmack etwas dabei. Bewegte Bilder gibt es auch aus der ZDF-Mediathek sowie von ARD, Pro7, Sat1, Arte, N24 und Phönix - in allen Fällen fast nur Eigenproduktionen. Musik kommt von Jamba (das sind die mit der nervigen Klingeltonwerbung...). Auch hier gibts ordentliche Abwechslung, die nach den ersten drei Monaten pro Monat knapp 10 Euro kostet. Leider kann man die Lieder aber nicht speichern, man kann sie nur online hören, und wenn man umschaltet, gibt die Box wieder Ruhe. Wer noch mehr Abwechslung sucht, wird sicher bei MyVideo fündig, dem deutschen YouTube-Konkurrenten. Schließlich ersetzt das 1&1-Mediacenter auch noch das Internetradio; in Zusammenarbeit mit Phonostar gibts eine Zusammenstellung von über 4000 Radiostationen. Man braucht zum Auswählen und Umschalten zwar den Fernseher, anschließend kann man den Schirm aber auch wieder ausschalten, zumindest dann, wenn man die Mediacenter-Box auch mit der Stereoanlage verbunden hat (dazu gibt es z.B. einen optischen Ausgang). Last but not least kann man mit der kleinen, etwas billig wirkenden Kiste auch noch eigene Inhalte abspielen, entweder vom USB-Stick oder von einem ins W-Lan eingebundenen PC (via UPnP). In der Praxis erweist sich der Umgang mit der Box als unangenehm zäh. Beim PC ist man ja gewohnt, immer erst warten zu müssen, bis sich eine Seite komplett geöffnet hat. Aber wer zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem TV binnen Sekunden switchen kann, dem dürfte die beim Mediacenter nötige Geduld abgehen. Ab und zu habe ich auch Komplettabstürze erlebt: dann blinkten alle LEDs des Geräts, bis es sich nach einer Weile von selbst wieder neu startete. Die Preisgestaltung von Box und Angeboten ist etwas kompliziert. Mit 1&1-Verträgen ist das Mediacenter billiger, als wenn man es zu einem beliebigen DSL-Anschluss kauft (was demnächst möglich sein soll). Maxdome und Jamba sind für drei Monate kostenfrei, danach nur noch beschränkt oder mit Abo oder im Einzelabruf nutzbar. Bei Jamba kommt da nur die Monats-Flatrate in Frage, weil man einzeln abgerufene Lieder nicht speichern kann. Für den Platz neben dem Fernseher hätte ich mir insgesamt eine etwas hübschere Verpackung gewünscht, und auch die Software des Mediacenters ist in manchen Aspekten noch nicht ausgereift. Zudem wäre, ähnlich wie beim AppleTV (über das man in Deutschland noch keine Kinofilme sehen kann!), eine eingebaute Festplatte wünschenswert.
Mit dem 1&1 Mediacenter ist den deutschen Firmen 1&1 und AVM etwas durchaus erstaunliches gelungen: Bereits heute im Internet verfügbare Multmedia-Inhalte TV-gerecht aufzubereiten und unter einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung zu stellen. Kinofilme, Musik, Videos, Podcasts, Internet-Radio - alles ist drin. Für Kinofilme greift die Box auf die hier schon getestete Online-Videothek Maxdome zurück.
Technorati-Tags: 1&1, Mediacenter, Maxdome, Jamba, MyVideo, Multimedia, IP-TV, Video on Demand, AVM, Fritz, VOD, Mediathek, Gadget




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