Das freut doch jeden Technikfan: in der Sonne draußen im Garten zu sitzen - und dabei auch noch ein neues Gadget testen zu dürfen. Mir kam der Robomow RM400 gerade recht, denn ich muss gestehen, dass ich kein allzu großer Freund von Gartenarbeit bin. Und nachdem meine netten Nachbarn mir schon anboten, mal eben meine Wiese zu kürzen, war es offenbar wirklich an der Zeit... Zumal bei mir auch tatsächlich mehr Wiese als Garten wächst, also jede Menge Klee, Löwenzahn, Gänseblümchen und mittendrin auch ein paar Grashalme. Für einen Rasenmäher ist das schon eine Herausforderung. Doch erst hat mich Robomow auf die Knie gezwungen: Ich musste einen Draht verlegen, der dem Roboter das Revier eingrenzt. Dazu muss man Heringe in den Boden klopfen, und zwar im richtigen Abstand zur Rasenkante - der Hersteller liefert sogar eine Schablone mit. Kleinere Hindernisse muss man mit diesem Draht förmlich einzäunen. Das Modell RM400 ist für Rasenflächen bis 400 Quadratmeter geeignet, meinen 100-Quadratmeter-Garten sollte es also spielend schaffen. Die Verlegung des Drahtes erwies sich als nicht ganz unkompliziert, er muss schön flach und straff am Boden anliegen. Bei der ersten Inbetriebnahme fährt der Robomow das komplette Areal ab - dabei zeigt er auch gleich, wo er nicht weiterkommt. Zunächst verfehlte er auch immer wieder seine Ladestation - das Kabel, das ihm den Weg dorthin zeigt, muss genau passend verlegt sein. Nach gut einer Stunde war der Roboter dann zufrieden und ich konnte mich auf der Liege platzieren und ihm bei der Arbeit zuschauen. Besonders viel Lärm macht er nicht - weniger als ein normaler Rasenmäher jedenfalls. Interessanterweise unternahm er zweimal einen Fluchtversuch - da hatte ich den Begrenzungsdraht wohl zu kompliziert für ihn verlegt. Dabei durchtrennte er den Draht mal eben (den man übrigens auch bis zu zehn Zentimeter tief eingraben darf), mit einem der beigelegten Kabelverbinder war der Draht aber schnell repariert. Der Robomow arbeitet anders als ein normaler Rasenmäher. Beobachtet man ihn bei der Arbeit, ist man zunächst ob seiner scheinbaren Ineffizienz enttäuscht. Sein Mähbereich ist relativ schmal, das gemähte Gras lässt er einfach (als Mulch) liegen. Mit der Zeit merkt man aber, dass tatsächlich der gesamte Rasen irgendwann "dran" ist. Und anders als einen normalen Mäher lässt man den Robomow am besten mehrmals pro Woche mit geringerer Schnitthöhe laufen. Dabei muss man ihn nicht beaufsichtigen (obwohl das der Hersteller im Handbuch wohl aus Sicherheitsgründen fordert). Auch Regen stört den Roboter nicht - er merkt über einen Sensor, wenn es zu feucht ist, und stellt dann die Arbeit ein. Wann es mäht, kann man dem elektronischen Schaf einprogrammieren. Sein Akku braucht rund 20 Stunden zum kompletten Aufladen - mehr als vier Stunden pro Tag kann man den RM400 also schon mal gar nicht einsetzen. Und mal eben beim Nachbarn mähen, wie es mir netterweise angeboten wurde, das funktioniert wegen der nötigen Begrenzungen nicht. Mit rund 1500 Euro ist der Robomow kein billiges Haustier - wer Kinder hat, kann denen drei Euro fürs Rasenmähen zahlen und hat dann 500 Wochen lang eine kurz geschnittene Wiese...
Technorati-Tags: Robomow, RM400, Roboter, Rasenmäher, Vort, Friendly Robotics, Garten, Rasen, Wiese, Gadget
Von diesem Robo Mäher hörte ich schon vor einigen Jahren. Ist bestimmt nicht schlecht, wenn man sowas braucht! Nur glaube ich nicht, das er mir unebenen Gelände klarkommt, wenn ich da an meinen Garten denke...
3 EUR? Ausbeuter!




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