Freenet mit Gewinneinbruch - Zahl der DSL-Kunden sinkt
Mit der Quartalsbilanz verfehlte die Schätzung der Experten zum Teil deutlich. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt ein EBITDA in Höhe von 60,3 Millionen Euro und einen Umsatz von 449,8 Millionen Euro erwartet. Beim Überschuss hatten sie mit 21,2 Millionen Euro gerechnet. Mehrere Händler äußerten sich enttäuscht über die Zahlen zum ersten Quartal. "Nur das EBITDA sieht auf den ersten Blick gut aus, da das Unternehmen dramatisch Kosten gesenkt hat", sagte ein Börsianer.
Freenet steht mit der Übernahme des größeren Konkurrenten debitel vor einer strategischen Neuausrichtung. Während das Handy-Geschäft ausgeweitet wird, steht der DSL-Bereich zum Verkauf. Interesse haben unter anderem Versatel und der Großaktionär United Internet, der bis vergangene Woche die Übernahme von Freenet betrieben hatte.
Belastend wirkte sich das Festnetzgeschäft aus, das im Auftaktquartal defizitär war. Freenet verwies zudem darauf, dass sich das Zerschlagungsszenario negativ auf die Kundenentwicklung ausgewirkt habe. Die Nutzerbasis sank im ersten Quartal um 90.000 auf 1,19 Millionen; Analysten hatten hingegen einen Zuwachs erwartet. Im Mobilfunk gewann Freenet (früher mobilcom) 120.000 Kunden hinzu.
Zum weiteren Jahresverkauf machte Freenet keine Angaben. Vorstandschef Eckhard Spoerr hatte zuletzt ein EBITDA von rund 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Weitere Nachrichten vom 09.05.2008
- LichtBlick senkt Strompreis und gibt Preisgarantie bis Ende 2009
- Conergy mit tiefroten Zahlen - Konzernumbau belastet
- Deutschland sichert Adressenkontigent für Internetstandard IPv6
- Repower erhält Großauftrag von Enel
- Bundesverfassungsgericht bestätigt Handyverbot am Steuer
- Handelsblatt: RWE bietet nicht für British Energy
- Zeitung: EDF plant weitere AKW in Großbritannien
- Zeitung: Neuer Microsoft-Anlauf bei Yahoo! immer unwahrscheinlicher
- Bundestag will Ökostrom beziehen
- US-Ölpreis mit neuem Rekord - Marke von 125 US-Dollar im Blick
- Bio-Treibstoffe überholen in Brasilien Energie aus Wasserkraft

