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Freitag, den 09.05.08 10:10
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Freenet verliert 90.000 DSL-Kunden |
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| aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk |
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Mit der geplanten Ausgliederung des DSL-Geschäfts und der Übernahme des Konkurrenten debitel hat die freenet AG in den zurückliegenden Wochen klar dokumentiert, worauf in Zukunft der Fokus liegen soll. Als drittgrößter Mobilfunk-Provider soll nicht nur Geld verdient, sondern auch die Preisentwicklung auf den deutschen Mobilfunkmarkt beeinflusst werden. Das merken offenbar auch die Kunden. Wie aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor geht, verlor freenet nicht nur wie in den Quartalen zuvor viele Schmalband-Kunden, die per Internet-by-Call im Internet surf(t)en. Auch im einst stark beworbenen DSL-Geschäft sind die Kundenzahlen stark rückläufig.
DSL-Kunden laufen davon
Zwischen Anfang Januar und Ende März dieses Jahres sank die Zahl der freenet-DSL-Kunden von 1,28 Millionen auf 1,19 Millionen. Netto verlor freenet demnach im ersten Quartal 90.000 Breitbandkunden. Nach freenet-Angaben lag dies unter anderem daran, dass sich viele Vertriebspartner aufgrund der ungewissen Zukunft von freenet andere Partner suchten. Hinzu kam, dass freenet die wichtige Vertriebs-Partnerschaft mit der Media-Saturn Gruppe kündigte. Auch hätten viele Kunden ihren freenet-Vertrag noch vor vollzogener Schaltung wieder gekündigt, weil es zu Verzögerungen bei der Bereitstellung kam. Verantwortlich für diese Störungen sei allerdings nicht freenet, sondern die Deutsche Telekom.
Die Zahl der aktiven Schmalbandkunden schrumpfte noch stärker von 2,96 Millionen auf 2,56 Millionen. Leicht zulegen konnte freenet im Hosting-Geschäft. Über die Tochtergesellschaft Strato wurden 30.000 neue Kunden gewonnen, sodass jetzt insgesamt 1,23 Millionen Kunden ein Webhosting-Produkt nutzen.
Plus im Mobilfunk-Geschäft
Starken Zuwachs konnte freenet im Mobilfunk-Geschäft verzeichnen. Insgesamt wurden im ersten Quartal netto 120.000 neue SIM-Karten angeschlossen. Ende März telefonierten 5,82 Millionen Kunden mit einer SIM-Karte aus dem Hause freenet. Die Zahl der Prepaidkunden (+80.000) stieg dabei doppelt so stark wie die der Vertragskunden. Insgesamt standen 3,03 Millionen Vertragskunden 2,79 Millionen Prepaid-Kunden gegenüber.
Rückläufig hat sich der Umsatz entwickelt. Im ersten Quartal wurden insgesamt 442,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres waren es noch 473,9 Millionen Euro, im ersten Quartal 2007 immerhin 452,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 49,9 Millionen Euro auf 12,3 Millionen Euro.
Hayo Lücke |
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