Ein Sendestart von mobilem DVB-H-Fernsehen für Handys noch vor Beginn der Fußball EM wird immer unwahrscheinlicher. Darüber waren sich Experten beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland am Mittwoch in Leipzig einig. "Denkbar ist maximal ein eingeschränkter Sendebetrieb in einigen Städten", sagte Henrik Rinnert, Geschäftsführer von der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH. "Die Zeit für einen großen kommerziellen Start ist viel zu knapp" erklärte er. Fest steht, dass zunächst die Landesmedienanstalten den nächsten Schritt machen müssen. Sie müssen die für DVB-H benötigten Frequenzen freigeben. Für Manfred Neumann von SevenOne Intermedia ist allerdings die Akzeptanz am Markt die entscheidende Frage: „Der Fokus muss darauf liegen, dass sich die Endgeräte verkaufen.“ Vor allem Nokia müsse mit einsteigen, damit Handy-TV kompatible Mobiltelefone verbreitet werden können. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender denken über ein Angebot im Bereich des mobilen Fernsehens nach. Ein mögliches Format wäre die 100-Sekunden-Tageschau, die momentan auf der Internetseite der Nachrichtensendung anzusehen ist.
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