Heftkritik: ComputerBILD 26/01
Datum: Montag, 17. Dezember 2001 @ 13:28:31 MEZ
Thema: Heftkritik


Die Weihnachts-ComputerBILD macht ihren Lesern ein Geschenk: Eine CD-ROM. Also flugs die Silberscheibe eingelegt – und was erscheint: Ein Fenster mit keinesfalls in ComputerBILD-Deutsch formulierten „Lizenzbedingungen“, die sich vor allem mit Haftungsfragen befassen.

Der Anwender muss auf den „Ja“-Knopf klicken, um die CD-Oberfläche zu starten. Allerdings geht er dadurch keinerlei Vertrag ein (siehe z.B. hier) : „Beim sog. Enter-Vertrag erscheint nach dem Programmstart auf dem Bildschirm des Computers ein Hinweis mit dem Inhalt, dass mit dem Betätigen der Enter-Taste den Lizenzbedingungen des Herstellers zugestimmt werde. Für diese Art von "Verträgen" gilt dasselbe wie für die Schutzhüllenverträge, sie sind unwirksam.“ – siehe auch c’t 8/2000, S. 108. Unbequem: Das Programm merkt sich nicht, ob der Nutzer dem „Vertrag“ bereits „zugestimmt“ hat, das Lizenz-Fenster erscheint grundsätzlich bei jedem Start der Software.
Die CD-Oberfläche entspricht der der letzten CB-CD. Nach wie vor muss für jedes Programm ein separater Systemtest gestartet werden, die eingefügten Screenshots sind teils unscharf, teil verzerrt. Die Scheibe ist diesmal allerdings fast randvoll, wobei der Magix Music Maker Basic allein gut 300 MB verbraucht. Ein Schnäppchen ist „Lexware Quick Steuer 2001“ – allerdings nur für Faulpelze, die ihre 2000er Steuererklärung noch immer nicht abgegeben haben. Die Programme werden wieder im Heft beschrieben – wie letztes Mal in Form eines Kurses.
Der Aktuellteil ist knapp wie immer geraten; nur je drei der Produkte aus der Software-Bestenliste hat die Redaktion bisher geprüft. Etwas stiefmütterlich wurden die Hypertexte behandelt: Da wird mal CD-Rom, dann CD-ROM geschrieben. Der Hypertext zu „Netzwerk“ und der zu „Netzwerkkarte“ sind identisch, bei „Netzwerkkarte“ findet sich lediglich ein zusätzlicher Satz, der aber nichts zu Netzwerkkarten erklärt. Auch „Infrarot“ und „Infrarot-Anschluss“ werden sehr ähnlich diskutiert. Die (Standard-)Erklärung zu „analog“ und „digital“ nutzt einem Leser der Meldung „Flexibler Flachbildschirm“ nichts, der wissen will, wozu die analogen und digitalen Anschlüsse dienen. Der zweite Satz der Erläuterung für „AVI-Format“ wiederholt sinngemäß den ersten. „Linux von Suse“ ist ein wenig übertrieben (wird aber sicher Suse gefallen). Die Bildschirmfotos auf Internet-Aktuell sind teilweise zu klein.
Wie gewohnt sehr aufwändig: Der CB-Test von Joysticks und Lenkrädern. Der Vorspann, weiß auf schmutzig-rosa, ist allerdings schlecht lesbar. Wann Windows XP neu zu aktivieren ist, haben CB-Redateure in einer Fleißarbeit ermittelt. Subjektives Fazit: Sooo schlimm ist es ja gar nicht... Schön bunt: Der Magazin-Teil dieser Ausgabe lässt kaum Langeweile aufkommen.
„Was taugen Handy-Taschen-Computer-Kombis?“ kündigt der Titel einen Test im Telekom-Ressort an. Nein, CB hat nicht die allererste Kombination aus Handy, Tasche und Computer entdeckt – gemeint sind Handy-Organizer (wie sie auch im Artikel genannt werden).
Nettes Detail am Rande: Die Redakteurs-Köpfe im Impressum tragen (inkl. Chefredakteur) alle Weihnachtsmannmützen...





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