Heftkritik: Computer Easy 02/02
Datum: Freitag, 04. Januar 2002 @ 12:46:29 MEZ
Thema: Heftkritik


Zugelegt hat sie, die neue Computer Easy. Etwa im Preis: 31 Cent mehr als noch Ausgabe 1 kostet das am 4.1. erschienene Heft. Geschrumpft sind hingegen das Format (nun echtes A4) und der Umfang (um acht Seiten, verglichen mit Ausgabe 1). Und: Die „Easy“ sieht anders aus.

Das fällt auf dem Titel (wo Logo und Schriftarten etwas gestaucht wurden) weniger auf als zwischen den Umschlagseiten. Weil die Schriften generell weniger „gespreizt“ daherkommen und auf Überschriften in Versalien verzichtet wird, hat sich die Lesbarkeit subjektiv verbessert.
Hauptgrund für den Preiszuschlag: Ab sofort liegt jeder Ausgabe eine CD bei. Die Silberscheibe ist mit 500 MB nicht randvoll, aber doch gut und vor allem vielfältig gefüllt. Leider besteht sie nach dem Einlegen darauf, den CD-Manager zu installieren. Der wird aber anscheinend nicht unbedingt gebraucht: Bei installiertem Webbrowser reicht es, die Datei index.htm aus dem Hauptverzeichnis der CD doppelzuklicken. Die CD-Oberfläche orientiert sich am Online-Auftritt der Zeitschrift; wer einen Browser bedienen kann, kommt damit zurecht. Nur absolute Einsteiger haben womöglich Probleme.
Der Aktuellteil ist wie gewohnt schön bunt (nicht abwertend gemeint). Bei einigen Meldungen stellen sich Verständnis-Schwierigkeiten ein: So soll etwa ein Miniatur-Motor der Columbia-Universität Energie nicht verbrauchen, sondern bereitstellen (?), eine Mini-Brennstoffzelle soll „wochenlang haltbar“ sein (soll sie auch solange Strom liefern?), und eine neue Sicherheitslücke im Internet Explorer ist sehr schwammig beschrieben, zudem taucht in den Internet-Optionen des IE das Wörtchen „Javascript“ (das soll man nämlich deaktivieren) nirgends auf.
Das Titelthema befasst sich mit PC-Sicherheit: Vom Backup bis zur Verschlüsselung. Die Tipps sind zwar nach Anwender-Klassen sortiert – gelten allerdings auch „über Kreuz“. Im Test: Steuersoftware, die allerdings vorwiegend auf leichte Bedienbarkeit geprüft wurde. Wie es die Programme z.B. mit der Übernahme von Vorjahresdaten halten, erfährt der Leser nicht (das hat etwa c’t 01/02 vorbildlich getestet).
Ein Report befasst sich mit den „dunklen Seiten“ des Internets, liefert aber keine sensationellen Neuigkeiten. Da etwa Musik- und Filmdownloads als illegal eingestuft werden, hält sich der Lesernutzen in Grenzen. Der Workshop-Teil scheint leicht eingedampft, liefert ansonsten das, was der C-Easy-Leser erwarten dürfte. Deutlich schöner ist der Internet-Guide geworden, der zudem vom Ende in die Mitte des Heftes gerutscht ist. Der Hardwareteil ist mobil: Die Kaufberatung befasst sich mit PDAs, Tipps sollen Notebooks beim Strom sparen helfen. Kein schönes Wort: „Ran an den RAM-Speicher“ betitelt die Redaktion (trotz korrekter Wiedergabe des Inhalts der Abkürzung RAM) einen Grundlagen-Artikel.





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