Heftkritik: PCgo 03/03
Datum: Mittwoch, 12. Februar 2003 @ 17:12:38 MEZ
Thema: Heftkritik


Auch das Poinger "Anwendermagazin" soll in diesem Monat wieder gebührend gewürdigt werden. Das Titelthema "0190er-Tricks" ist nicht neu, deshalb schreibt das Magazin "neue" davor. Hilft meistens :) Immerhin, der sechsseitige Artikel ist recht umfassend - wenn die empfohlene Reaktion "ziehen Sie das Netzkabel aus der Buchse" bei Entdecken eines Dialers auch übertrieben ist.

Gar nicht auf den Titel geschafft hat es der umfangreiche Workshop zur eigenen Homepage. Vielleicht kein Wunder, denn nach kurzer Zeit schwirrt des Lesers Kopf vor lauter "Web". In einem Satz viermal das Wort "Webseite" zu gebrauchen, ist schon eine Kunst für sich. Im Webhosting-Glossar fehlt die Erklärung zum ersten Eintrag komplett, "@"-Domains sind zwar im Prinzip korrekt erläutert, der eigentliche Hintergrund fehlt aber. Die Vergleichs-Tabelle (die ausdrücklich keine solche sein möchte) nutzt für denselben Sachverhalt teils unterschiedliche Einträge. Besser ist da der Schwerpunkt "VHS-Videos auf CD" gelungen - er bringt immerhin einen Test mit. Schade nur, dass der mangels Ergebnistabelle nicht nachvollziehbar ist. So fällt dem Leser als eines der wichtigsten Testkriterien bei zwei Produkten zum Beispiel "fällt leicht um" ins Auge. Kräftig gewachsen ist der Praxisteil. Schade nur, dass eigentlich viel versprechende Themen wie "gleiche Daten auf zwei PCs" mit nur wenig Seiten vorlieb nehmen mussten. Der Hardwaretest widmet sich 3D-Grafikkarten. Der Vergleich ist gut gelungen. Lediglich das Gewinnspiel (der Leser mit dem besten 3D-Mark-Ergebnis bekommt eine ATI-Grafikkarte) macht keinen Sinn - den Preis sollte eher der Teilnehmer mit dem langsamsten Rechner bekommen...
Der Aktuellteil ist diesmal beinahe fehlerfrei. Mal hier ein ss statt ß, mal dort eine Worthäufung ("kopieren"), ein falscher Plural ("Magiere"), eine Wort-Neuschöpfung ("Auktionär"), kleine Grammatik-Schnitzer oder eine Verwechslung von MByte und GByte (Memorystick-BU) - insgesamt hat die Schlusskontrolle noch akzeptable Arbeit geleistet. Warum jedoch in den "GfK-Top-20" für Games und Non-Games nur zehn Produkte zu finden sind, bleibt unerklärlich.





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