Heftkritik: Computerbild 07/03
Datum: Dienstag, 25. März 2003 @ 13:24:02 MEZ
Thema: Heftkritik


Mit der zweiten Märzausgabe teilt sich die Computerbild-Welt in eine Version mit und eine ohne CD. Äußerlich unterscheiden sich beide deutlich: Der Hinweis auf die CD füllt die untere Hälfte des Titelblatts der CD-Ausgabe. Die zudem deutlich dicker ist - das 24 Seiten starke Heft im Heft macht sich bemerkbar. Ein Plus für die Leser des CD-freien Hefts: Sie werden nicht - wie bei der Konkurrenz - auf jeder zweiten Seite darauf hingewiesen, dass sie die eigentlich minderwertige Variante erstanden haben.

An der CD selbst hat sich rein gar nichts geändert - die seit langem bestehenden Kritikpunkte (Systemtest muss bei jedem Programm neu durchgeführt werden, unsinnige "Lizenzvereinbarung" bei jedem Einlegen der CD, Freeware und SE-Versionen als "Vollversion" deklariert, relativ laienhaft anmutende Programmoberfläche usw.) gelten weiter. Ein bisschen ungünstig ist, dass sich die CD kaum entnehmen lässt, ohne das Heft zu beschädigen - bei der in der gleichen Ausgabe eingeklebten Compuserve-CD funktionierte dies besser. Immerhin hat die CD-Ausgabe den Riesenvorteil, dass Leser nicht mehr über Monate mit Workshops zu einer CD bei der Stange gehalten (oder gelangweilt) werden. en so effektiv gewonnenen Platz nutzt Computerbild dafür, den zeitweilig ins Internet ausgelagerten "Einkaufsführer" wieder im Heft abzudrucken. Der Magazinteil feiert jedoch leider keine Wiederauferstehung. Die Titelseite ist inzwischen sehr unübersichtlich - am rechten Rand und bei der CD-Beschreibung buhlen dermaßen viele Textschnippsel und Logos um Aufmerksamkeit, dass man lieber wegschauen möchte.
Der Aktuellteil ist dank CeBIT besonders umfangreich. Größere Bugs fallen hier nicht auf - lediglich ein paar unglückliche Formulierungen wie etwa "eine dafür sonst übliche Rechenzeit, das 'Rendering', fällt weg", "der ... hat 1,3 Gigahertz", "Siemens-Fujitsu", oder "das ... hat zwei Bildschirme (innen farbig)". Bei den Hardware-Tests ist eigentlich schade, dass die "So testet"-Seite fehlt (bzw. ins Internet ausgelagert wurde). So klingen Angaben wie "Testkosten: 50.000 Euro" (für acht Multifunktionsgeräte) zunächst unglaubwürdig.
Titelthema ist - mal wieder, aber immer beliebt - Ebay. Da gehts zunächst um "sicheres Kaufen und Verkaufen". Spannender und so nicht überall zu lesen: eine neue Serie beschreibt, wie man es erfolgreich zum "Powerseller" bringt. Außerdem wird endlich auch mal der "Marktplatz" von Amazon unter die Lupe genommen - gerade für Bücher ein Verkäufer-Paradies.





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