Heftkritik: Computerbild 18/03
Datum: Dienstag, 26. August 2003 @ 11:25:45 MESZ
Thema: Heftkritik


Um den sommerlichen Kritik-Stau etwas aufzulösen, ist heute schon wieder das Hamburger Computer-Magazin an der Reihe. Das verspricht für Heft 18 "viele Heftverbesserungen".

Doch fangen wir vorn an: Der Funkturm auf dem Titel ist seltsam verwaschen und - was schon wegen des Testsiegs von AOL im letzten Heft ein "Geschmäckle" hat - Computerbild wirbt auf dem Titel für eine AOL-Werbe-CD, inklusive Logo. Das ist auch ein Problem des "Werbeseiten"-Zählers: Er bezieht sich nur auf Tests, nicht aber auf Workshops, in denen etwa AOL, Aldi und Lidl "gefeaturet" werden. Im Brandaktuell-Teil fällt eine der versprochenen Neuerungen angenehm auf: Die "Hypertexte" sind nicht mehr rot gefettet - dadurch lassen sich die Artikel wirklich angenehmer lesen. Ein zweites neues Feature: unter (fast) jedem Artikel findet sich nun auch das Kürzel des verantwortlichen Redakteurs - anderswo schon immer Standard. Ansonsten sind die Aktuell-Seiten in Ordnung, nur die Internet-Seite sieht etwas langweilig aus. Gewohnt umfangreich ist das IFA-Spezial - nur einige "latest news" fehlen. Gearbeitet hat die Redaktion an den Testtabellen: die sollen in Zukunft kürzer ausfallen (gut), auch Unternoten werden nun farbig dargestellt (was die Lesbarkeit nicht unbedingt verbessert). "Typisch Computerbild" ist der Speicherkarten-Test, bei dem das Fassungsvermögen einer Karte mit 40% in die Wertung eingeht. Klar, dass ein 1-GByte-Modell gewinnt. Eine weitere Änderung findet sich im Tipps- und Tricks-Teil: das dreispaltige Layout mit Randspalte ist aber nicht wirklich besser lesbar als zuvor (die fünfspaltig gesetzten Tipps im "Lila"-Teil des Hefts bieten Vergleichsmöglichkeiten). Die ebenfalls neu eingeführten vorgedruckten Loch-Punkte werden nicht konsequent freigehalten. Tatsächlich übersichtlicher ist die Bestenliste, mit zwei Kritikpunkten: die Genre-Überschriften scheinen zum vorhergehenden Abschnitt zu gehören (s. "Software" auf S. 178) und die Überschriften im UE-Teil (orange mit schwarzem Umriss) sind nur schwer zu entziffern. Ach ja: die fett gedruckten Initialen im Impressum sind etwas irritierend und sehen auf den ersten Blick wie Druck-Unregelmäßigkeiten aus.





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