Heftkritik: Digital World 1/04
Datum: Dienstag, 02. Dezember 2003 @ 13:14:02 MEZ
Thema: Heftkritik


Viel wird davon abhängen, wie sich diese Ausgabe von Digital World verkauft: wenn im Weihnachtsgeschäft die den Anzeigenkunden versprochene Auflage nicht drin ist, dann wohl nie. Entsprechend schickt ist die Titelseite, das Wörtchen "Neu!" fehlt nicht und HdR-Fans bekommen ebenfalls Grund zur Freude.

Thematisch findet sich wieder der große Rundumschlag: Digitalrecorder, Digicams, MP3-Festplatten-Player, Flachbildschirme waren im Test. "Im Test" ist sowieso das Schlagwort dieser Ausgabe: Workshops und Tipps kommen eher nebenbei vor.
Der News-Teil ist diesmal sprachlich leicht misslungen - jedenfalls richtet er sich deutlich an den Technik-Freak, für den Fachwörter jeglicher Couleur kein Problem sind. Die oft in Klammern eingestreuten Erklärungen helfen nicht wirklich weiter - Beispiel: "Der Dynamic Bass Boost sowie fünf fest programmierte Equalizer-Einstellungen und ein manueller 3-fach-Equalizer lassen Spielraum für individuelle Soundgestaltung. Der Tuner verwendet einen PLL-Frequenz-Synthesizer (Phase-locked loop: Schaltung mit hoher Frequenzgenauigkeit) für UKW und Mittelwelle und beherrscht automatischen Sendersuchlauf und RDS (Radio Data System: Anzeige unhörbar übertragener Informationen).
Hässlich und schwer zu entziffern: die dunkelrosa unterlegten Kästen mit weißer Schrift.
Gut gelungen: Der DVD-Recorder-Test, der aich Einsteiger nicht im Regen stehen lässt und die Ergebnisse sehr anschaulich darstellt. Nicht ganz so schön: Der Test der HD-Recorder. Hier findet sich auch der ein oder andere Dreckfuhler ("eine digitalen Ausgang"). Beim TFT-Bildschirm-Test bleiben die Auswahlkriterien für die Testgeräte im Dunklen - so konkurrieren ein Samsung-21-Zöller (2500 Euro), drei 17-Zöller, fünf 19-Zöller und ein 15-Zöller. Und warum wird der Blickwinkel nur bei 15- und 17-Zöllern gemessen? Schön und nützlich: der Workshop "DVD-Player einstellen". Nettes Detail im Spiegelreflex-Digicam-Test: Den "Body" übersetzt Digital World mit "Gehäuse". Allein das Gehäuse einer Nikon D100 kostet also 1900 Euro - was mögen da erst Elektronik, TFT-Screen usw. kosten? Der Smartphone-Test entspricht eher dem, was andere euphemistisch als "Praxistest" verkaufen. Die Empfangs- und Sendeleistung der Handys wurde z.B. nicht gemessen - dafür wurden die Geräte"ausprobiert". Beim Bluetooth-Headset-Test wäre interessant gewesen zu erfahren, mit welchen BT-Handys die einzelnen Headsets denn nun funktionieren - getestet wurde nur mit einem Nokia- und einem SonyEricsson-Modell.





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