Heftkritik: Chip 01/04
Datum: Freitag, 05. Dezember 2003 @ 16:43:01 MEZ
Thema: Heftkritik


Chip tut etwas für den Aufschwung in der IT-Branche und empfiehlt in der Weihnachtsausgabe "Was Sie jetzt kaufen sollten", von "Beamer" bis "TFT-Monitore". Gut gemacht - aber natürlich gnadenlos subjektiv, vom "Spitzenreiter" abgesehen, der aus der Bestenliste des Magazins rekrutiert wird.

Wegen der vielen Bildchen ist das 18-seitige "Special" allerdings recht schnell studiert. Im zweiten Titelthema kümmert sich die Redaktion um "Web-Werbung" in Form von Pop-Ups, Bannern und Dialern - oder besser: deren Beseitigung. Nicht unbedingt eine Neuerfindung - aber lustig aufgemacht. Streiten kann man sich allerdings darüber, ob die "Effektivitäts"-Bewertung wirklich Sinn macht.
Alle weiteren Themen verkauft Chip auf der (durch viel Silber edel wirkenden) eher klein. Dass z.B. auf der Heft-CD alle Ausgaben des Jahres 2003 lagern, hätte durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient - woanders zahlt man für diesen Service extra.
Am Aktuellteil gibt es diesmal nichts auszusetzen - darin kann man sogar lesen, was in der Branchenpresse nicht selbstverständlich ist. Die neue "Im Brennpunkt"-Reihe widmet sich der "Suchmaschinen-Macht", allerdings ist die Darstellung populistisch übertrieben, die dargestellten Google-Tricks etwa durchschaut Google schon, SEO-Spammer werden bewusst bestraft. Nochmals zur Heft-CD: dass die T-Online-Zugangssoftware so werblich herausgestellt wird, ist nicht so schön. DVD-Recorder-Tests sind offenbar momentan in: auch "Chip" hat einen. Autor: Florian Friedrich, der auch beim aktuellen IDG-Konkurrenten Digital World fleißig mitgeschrieben hat (dort diesmal allerdings über HD-Recorder). So heißen die Testsieger denn auch anders Sonys RDR-GX3 gewinnt bei IDG, wird bei Chip aber nur Vierter. Ungewöhnlich für eine PC-Zeitschrift: die "Abenteuer Zukunft"-Serie, die sich diesmal mit Science-Fiction und Realität befasst. Allerdings behandelt sie die einzelnen Themen so knapp, dass kaum mal etwas physikalisch fundiertes gesagt werden kann. "Wired" hatte kürzlich eine besser gemachte Geschichte zu bieten.





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