
Heftkritik: Computerbild 01/04
Datum: Dienstag, 30. Dezember 2003 @ 16:02:04 MEZ Thema: Heftkritik
Eine erstaunliche Erkenntnis gibt Computerbild-Chef Harald Kuppek im Editorial der aktuellen Ausgabe preis: Der Einsteigermarkt, mit dem seine Zeitschrift groß geworden ist, existiere heute kaum mehr. Folgerung: Computerbild will nun einer heiligen Kuh ans Leder,
den Erklärungskästen am Seitenrand, die "entrümpelt" werden sollen. Im aktuellen Heft ist das kaum zu spüren - Begriffe wie "Byte", "Hertz" oder "Infrarot" werden nach wie vor erläutert. Der Aktuellteil ist diesmal (zum Teil) betont locker-flockig geschrieben: da ist von "runterkrachenden" Notebooks die Rede, es wird "computert". Schade, dass bei dem Interview mit Vertretern der Filmbranche nicht schärfer nachgefragt wurde - die Antworten der Branchenvertreter fallen arg unbefriedigend aus. Einen kleinen Seitenhieb gegen die Mitbewerber kann man sich nicht verkneifen. Frage: "Computerbild ... gibt keine Anleitungen zum Raubkopieren... Andere Zeitschriften ... sehr wohl. Was machen Sie dagegen?" Antwort: "Wir beobachten das mit Sorge ... Da wird auf jeden Fall etwas passieren". Gut gelungen ist der Ebay-Artikel, der ausnahmsweise nicht nur bekanntes wiederholt und zum Beispiel auch detailliert auf Ebay-Preistreiber eingeht. Ach ja: diesmal lohnt sich ein Blick ins Impressum - die Mitarbeiter sehen plötzlich um Jahre jünger aus.
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