Heftkritik: PC-Direkt 03/04
Datum: Freitag, 13. Februar 2004 @ 15:46:51 MEZ
Thema: Heftkritik


Kaum wiederzuerkennen ist das VNU-Kaufmagazin, wenn man es längere Zeit nicht in der Hand hatte. Die Änderungen haben ihm zum Vorteil gereicht: PC Direkt sieht schick aus und fühlt sich gut an. Zwar musste das Heft die Klebebindung aufgeben und am Umfang sparen, doch das bessere Papier und die schönere Gestaltung wiegen alles auf.

Dass die zwei Heft-CDs ganz ganz viele (echte und unechte) Vollversionen enthalten, gehört ja beinahe zum Standard. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt zwar nach wie vor auf Tests, doch der Praxis-Teil hat deutlich zugelegt (und die nervigen "Hacker"-Themen sind entfallen). Legt man z.B. PCgo und PC Direkt nebeneinander, macht die (20 Seiten stärkere) Weka-Konkurrenz inzwischen einen eher abschreckenden Eindruck (zudem kostet die CD-Ausgabe der PCgo mehr). Leider sind die neuen PC-Direkt-Schriftarten zwar schick, aber teilweise nicht wirklich gut lesbar (im Lauftext geht's). Ähnliches gilt für die Texte: hier findet sich zu oft langweiliger Techno-Speak, der nicht zur Aufmachung passt. Besser aufpassen sollte in Zukunft auch die Schlussredaktion/der Schlussredakteur: Dinge wie Rechtschreibfehler oder falsch geschriebene Namen ("Knights of the Old Republican") finden sich noch zu häufig. Erklärungsbedürftig sind zudem häufig die Kopfzeilen (am Seitenkopf): Was will uns etwa "Modding I+II zusammengefasst" sagen? Zusammengefasst: sehr gute Ansätze - es bleibt allerdings das Gefühl, dass da ein externer Gestalter am Werk war, der die Redaktion etwas zu früh mit seinem Ergebnis alleingelassen hat. Trotzdem ist PC Direkt eine positive Überraschung gelungen.





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