Heftkritik: Digital World 03/04
Datum: Dienstag, 29. Juni 2004 @ 18:44:02 MESZ
Thema: Heftkritik


Widersprüchlich ist der erste Eindruck des aktuellen "DW"-Heftes. Einerseits findet sich durchaus die ein oder andere originelle Überschrift. Die Tests sind in der Regel tiefgründig und keinesfalls auf "Praxistest"-Niveau, trotzdem wird nicht gleich der Frequenzgang jeder Leiterbahn gemessen.

Andererseits ist das Heft merkwürdig blass und fällt optisch noch eindeutig in die Rubrik "Fachzeitschrift". Dagegen hilft auch nicht, dass beinahe jeder Aufmacher von Models der Sorte jung, schön, reich bestritten wird (dabei passen die Bilder - mangels Fotonachweis kann man nur vermuten, dass es sich um PR-Bilder der Hersteller handelt - teilweise nur entfernt zum Thema des Artikels). Das kann natürlich gewollt sein, zumal auch die Texte eher auf den Freak als auf den normalen Anwender zielen. Das kommt sicher auch daher, dass als Testautoren vor allem alte Bekannte zum Einsatz kommen, Fachjournalisten in guten wie in schlechten Zeiten. Eindeutig vernachlässigt wird der Software-Bereich, der nur in Workshop-Form anzutreffen ist. Ziemlich beliebig kommt der Report zum Thema "Smart Home" daher: nicht, dass er furchtbar schlecht geschrieben wäre, aber darüber hat man doch nun wirklich schon überall und in genau dieser Form gelesen. Wenn man das Thema schon zum 100. Mal bringen muss - wie wäre es denn mit einem kleinen Selbstversuch gewesen? Beispielhäuser gibt's inzwischen genug. Netter Stolperer am Rande: "Kein Programm, das sie nicht selbst getestet hat, landet auf der CD" - 21, 22, 23 - alles klar?





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