
Heftkritik: Chip Test & Kauf Juli 2004
Datum: Freitag, 16. Juli 2004 @ 18:03:02 MESZ Thema: Heftkritik
"Seeing is believing", heißt das Motto, das über der Heftkritik zur neuesten Ausgabe des Chip-Ablegers "Test & Kauf" stehen müsste. Als dem anonymen Kritiker nämlich erstmals berichtet wurde, wie ähnlich deren Titel einem gewissen Hamburger Magazin sei (und hier ist nicht der "Spiegel" gemeint), konnte der sich den tatsächlichen Grad der Übereinstimmung noch gar nicht vorstellen. Was diese furchtbar umständliche Einleitung sagen will:
Wenn etwas wie Computerbild aussieht, muss noch lange nicht Computerbild drin sein. Mit Worten ist das schwer zu beschreiben - der zuständige Grafiker muss sich wirklich gedacht haben "besser gut geklaut als schlecht selbst erfunden". Dass tatsächlich jemand aus Versehen dieses Heft kauft (selbst wenn er unwillkürlich danach gegriffen hat) ist allerdings unwahrscheinlich, denn es fühlt sich wie eine Ultralight-Version des Hamburger Originals an. Der Inhalt ist dem niedrigen Preis angemessen: vor umfangreichen Testtabellen muss der Leser sich hier nicht fürchten (um den Seichtigkeits-Vorwurf der Hamburger Kollegen mal positiv zu formulieren) - doch gerade das ist ja Computerbilds Geheimnis, den Leser von der eigenen Testkompetenz zu überzeugen.
"Drin" sind Tests, Tests, Tests, wobei man sich die Bestenlisten eigentlich günstiger und aktueller bei chip.de abholen kann. Ein bisschen albern ist das Wörtchen "exklusiv" beim iPod-Mini-Test - wie viele Geräte davon hat Apple schon verkauft (wenn auch bisher nicht in Deutschland)?
Das Layout ist etwas unübersichtlich: man hat des öfteren das unbefriedigende Gefühl, dass die unterschiedliche Farbgebung bestimmter Kästen etwas zu bedeuten hat - es liegt quasi auf der Zunge - aber man kommt doch nicht darauf.
Das Hauptproblem des Heftes findet sich übrigens schön im Editorial beschrieben: "Im Wochentakt flattern die bunten Broschüren der großen Elektronik-Ketten, Kaufhäuser und Supermärkte ins Haus".
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